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Neue OZ bei uns zu Besuch.

Anfang 2012 hatten wir Besuch von der Neuen Osnabrücker Zeitung.
Am 14.02.2012 war dann zu lesen:

Bei Karl in Bissendorf haben sich alle lieb: In der
Gaststätte „Zum Kurrel“ geht es familiär zu.

Bissendorf. In Karl Roggenkamps Gaststätte „Zum Kurrel“ geht es familiär und locker zu. „Wir sind hier gleich per Du.“ Karl hat die Kneipe vor 28 Jahren von seiner Mutter übernommen. Seine Freundin Petra steht mit ihm hinter der Theke. Seine Ex-Frau Elke arbeitet in der Küche. Elkes neuer Mann sitzt vor der Theke. „Die Zusammenarbeit klappt besser als vorher“, sagt der 51-jährige Karl verschmitzt. Sein offener Blick lässt keine Zweifel aufkommen, dass sich alle Beteiligten tatsächlich gut verstehen.

„Es trinkt der Mensch, es säuft das Pferd, doch auf dem Kurrel ist es umgekehrt.“ Diese Worte sind in eine Eichendiele geschnitzt, die über der Theke im Kneipenraum hängt. Darunter sitzen beileibe keine Pferde, sondern Karls Stammkunden und lassen sich ihr Bierchen schmecken.
Kurrel, erklärt Karl, wird der Hügel in Bissendorf-Nemden genannt, auf dem seine Kneipe angesiedelt ist. Bis in die Fünfzigerjahre hieß das Lokal noch „Gaststätte Roggenkamp“, erzählt Karl, der in dritter Generation als Wirt hinter der Theke steht. Die Gaststätte gibt es seit 104 Jahren.
Karl führt die Kneipe aus Tradition, wie er sagt. Als er 24 Jahre alt war, musste er sie von seiner Mutter übernehmen. „Man ist damit groß geworden und hat Spaß daran gehabt“, sagt er. Irgendwann habe er auch gemerkt, dass er mit der Kneipe Geld verdienen könne, sagt er und lacht wieder verschmitzt.
Eigentlich müsste er nicht jeden Abend außer mittwochs und donnerstags hinterm Tresen stehen. Karl arbeitet in Vollzeit als Großhandelskaufmann. Was aus seiner Kneipe wird, wenn er mal nicht mehr ist, weiß er nicht. Seine 21-jährige Tochter zeigt kein Interesse an der Gastronomie.
Die Kneipe hat Karl zusammen mit seiner Ex-Frau Elke (47) aufgebaut. Sie steht noch heute in der Küche und bereitet deftige Gerichte für hungrige Mäuler zu. Bei der Trennung sei keine schmutzige Wäsche gewaschen worden, sagt Karl. Beide haben neue Partner gefunden – und sie verstehen sich.
„Hier gibt es keinen Zickenkrieg“, sagen Elke und Petra (46) unisono. Im Gegenteil: „Wir sind alle lieb zueinander“, meint Elke ohne eine Spur von Ironie. Ihre neuen Partner haben die beiden Frauen nicht in einer Gaststätte kennengelernt, sagen sie. „Ich geh doch nicht alleine in eine Kneipe“, sagt Petra mit viel Empörung in der Stimme. Wo sie ihre Männer getroffen haben, wollen sie zunächst nicht verraten. Dann sagen sie es aber doch: „Im Internet.“ Ist ja nichts dabei. Machen ja viele heutzutage.
Dass die Hotelfachfrau Petra aus der Branche kommt, sei bei der Auswahl von Karl nicht entscheidend gewesen. Warum sie sich für den offenen und zuvorkommenden Mann entschieden hat – darüber schweigt sie sich aus. Ihr charmantes Lächeln spricht aber Bände.
Ein Grund für Petras Wahl mag Karls Großherzigkeit gewesen sein. Deswegen hat Wolfgang Völkel den Wirt erwählt. „Alles, was wir von ihm haben wollen, bekommen wir“, sagt der Vorsitzende des Motorroller-Clubs „Vespa-Freunde Bissendorf-Melle“. Als sich die Club-Mitglieder überlegten, einen Motorroller auf einer Stange zu befestigen und sie vor dem „Kurrel“ aufzustellen, musste Karl nicht lange gebeten werden. Er sorgt außerdem für die Beleuchtung.


 


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So haben die Vespa-Freunde und die Gaststätte ein Erkennungsmerkmal, das auf der Landstraße von Nemden nach Gesmold sogar Autofahrer veranlasst zu bremsen und ein Foto zu machen, wie Karl erzählt. Karl, da sind sich die überwiegend älteren Vespa-Fahrer einig, habe Benzin im Blut. „Außerdem ist er ein toller Kerl“, sagt Völkel. Nur einen Kritikpunkt gibt es, wie der 71-jährige Motorroller-Pilot Rainer Obst augenzwinkernd sagt: „Mit seiner Freundin, da ist er eigen.“
Eigen ist Karl auch mit dem VfL Osnabrück. Seit einigen Jahren steht er zusammen mit seinem Kumpel Heinzi in der Ostkurve. Im „Kurrel“ sitzt der 44-jährige Heinzi neben Klaus (71) am Brett. Klaus sitzt auch beim VfL. Seit 17 Jahren hat er eine Dauerkarte. Dass Karl VfL-Fan ist, sieht jeder, der seine Kneipe betritt. In der Ecke neben der Theke ist ein lila-weißer Schrein aufgebaut.
Heinzi hat auch mal Fußball gespielt – bei Eintracht Nemden. Das ist lange her. Während Klaus vor allem dienstags in den „Kurrel“ zum Skatkloppen kommt, ist Heinzi öfter da. „Das ist hier fast mein Wohnzimmer“, sagt er etwas verlegen und schaut in den rustikal eingerichteten Kneipenraum. Heinzi ist Junggeselle. Mit Karl verbindet ihn eine „gute Freundschaft“. Wegen ihm, Klaus und den anderen Gästen kommt er so oft in die Kneipe. Denn da, erzählt er und schüttelt sich schon vor Lachen, kann er am besten „dummes Zeug quatschen“.



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